Wie weit wird der Silberpreis steigen? Prognose, Analyse & Ausblick 2026

Silberpreis explodiert: Innerhalb weniger Wochen steigt Silber um 150 % auf neues Allzeithoch – doch wie viel Potenzial steckt noch im Markt? Ist die Rally nachhaltig oder droht eine massive Korrektur?

Der Silberpreis erlebt aktuell eine der spektakulärsten Rallys seiner Geschichte. In nur etwas mehr als zwei Monaten beschleunigte sich der Preis parabolisch von 47 US-Dollar auf ein neues Allzeithoch von 117,7 US-Dollar je Feinunze. Das entspricht einem Kursanstieg von rund 150 %. Auf Sicht von sieben Monaten summiert sich der Zuwachs sogar auf 229 %.

Doch die zentrale Frage für Anleger lautet:

Wie weit kann der Silberpreis noch steigen – und wann ist Vorsicht geboten?

Silberpreis Prognose 2026: Historische Rally mit enormer Dynamik

Bis Mitte 2025 bewegte sich der Silberpreis über mehr als ein Jahr hinweg in einer engen Seitwärtsrange von lediglich etwa 5 US-Dollar. Während Gold in dieser Phase neue Rekorde markierte, blieb Silber überraschend schwach. Fundamentale Angebotsdefizite waren kaum erkennbar.

Erst als Investoren verstärkt auf eine Aufholjagd von Silber gegenüber Gold setzten, kam Bewegung in den Markt. Die stark steigende Investmentnachfrage entwickelte sich rasch zur selbsterfüllenden Prophezeiung: Steigende Kurse zogen weiteres spekulatives Kapital an, die Dynamik verstärkte sich – und der Silberpreis explodierte förmlich.

Tagesschwankungen von 5 US-Dollar gelten inzwischen als Normalität, während kurzfristige Kurssprünge von mehr als 10 % keine Seltenheit mehr sind.

Silber Marktkapitalisierung: Zweitgrößtes Asset der Welt?

Mit einer geschätzten Marktkapitalisierung von 6,3 Billionen US-Dollar erreichte Silber zwischenzeitlich eine historische Dimension. Damit wäre Silber aktuell nach Gold (35,3 Billionen US-Dollar) das zweitgrößte Asset weltweit – noch vor Tech-Giganten wie Nvidia.

Diese extreme Kapitalisierung verdeutlicht, wie stark spekulatives Kapital zuletzt in den vergleichsweise kleinen Silbermarkt floss – ein klassisches Rezept für überhitzte Marktphasen.

Gold-Silber-Ratio: Warnsignal für Überbewertung

Ein zentrales Bewertungsinstrument ist das Gold-Silber-Ratio. Dieses fiel innerhalb weniger Monate von 85 auf nur noch 43. Damit hat sich das Verhältnis nahezu halbiert.

Historisch zeigt sich:

In starken Edelmetall-Haussephasen fällt das Ratio oft deutlich.

Extremwerte um 32 markierten in der Vergangenheit jedoch häufig Wendepunkte.

Ein Ratio von 43 signalisiert:

👉 Silber ist aktuell relativ teuer gegenüber Gold.

Aus taktischer Sicht erscheint es daher sinnvoll, Silbergewinne teilweise in Gold umzuschichten, um das Risiko zu reduzieren und die Stabilität des Portfolios zu erhöhen.

Silber Jahresrendite: Extremwerte mahnen zur Vorsicht

Die aktuelle Jahresrendite von 229 % ist der stärkste Anstieg seit 1980. Noch beeindruckender ist die Zweijahresrendite von 365 %.

Solche Renditeexplosionen sind historisch jedoch selten nachhaltig. In der Vergangenheit folgten auf vergleichbare Übertreibungen oft:

extreme Volatilität

mehrmonatige Seitwärtsphasen

scharfe Korrekturen von 30–60 %

Besonders Silber neigt in späten Haussephasen zu spekulativen Übertreibungen – mit entsprechend hohen Rückschlagsrisiken.

Wie weit kann der Silberpreis noch steigen?

Kurzfristige Prognose:

Weitere Übertreibungen sind möglich

Momentum & FOMO treiben zusätzliche Käufe

Kurse von 130–150 US-Dollar sind kurzfristig nicht ausgeschlossen

Mittelfristiger Ausblick:

Deutlich steigende Korrekturgefahr

Makroökonomische Risiken (Rezession, Zinswende, geopolitische Spannungen)

Rückgänge von 30–50 % historisch typisch

Langfristige Perspektive:

Rückkehr des Gold-Silber-Ratios Richtung 80–100

In diesem Szenario deutlich bessere relative Performance von Gold

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Strategischer Jahresbericht Edelmetalle 2025 & Ausblick 2026: Die Rückkehr des Währungsschutzes in einer Ära der Volatilität